Malteser fordern „gravierende Veränderungen“ im Rettungsdienst

Pressemitteilung

Fulda, 25.11.2022

Malteser fordern „gravierende Veränderungen“ im Rettungsdienst

Die Malteser warnen vor einer zunehmend schlechteren Notfallversorgung der Bevölkerung. „Das bisherige System der Notfall-Versorgung ist in weiten Teilen überholt. Die Menschen, die zwar schnell, aber einfache medizinische oder pflegerische Hilfe benötigen, müssen andere Angebote bekommen“, fordert der nationale Leiter Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes, Michael Schäfers.

„Ohne gravierende Veränderungen im Rettungsdienst droht eine lokale Unterversorgung“, warnt Schäfers. Viel zu langsam werde neuen Lösungsansätzen Raum gegeben oder behinderten einzelne Akteure eine Fortentwicklung. Auf einem Symposium zum Rettungsdienst in Bad Lauterberg erörterten Experten und Leiter von Rettungswachen der Malteser aus allen Bundesländern notwendige Veränderungen.

„Wir müssen die Bedürfnisse der Menschen zur Grundlage nehmen, welche Art der Hilfe wir ihnen anbieten“, sagt Schäfers. Zum einen sollten Notärzte nur dort zum Einsatz kommen, wo schwerwiegende Schäden für Leib und Leben drohen. Zum anderen könnten viele „Hilferuf“ pflegebedürftiger Menschen durch einen medizinisch-pflegerischen Gesprächspartner beantwortet werden.

Die Malteser verweisen auf erfolgversprechende Modellversuche wie das Projekt „Gemeinde-Notfallsanitäter“. „Die Kleinstaaterei im deutschen Rettungswesen muss aufhören“, so Schäfers. „Es muss flächendeckende Angebote geben, die die Bevölkerung einfach aktivieren kann und die auch 20 Kilometer weiter genauso funktionieren.“

Praktische Vorschläge zur besseren präklinischen Gesundheitsversorgung möchten die Malteser mit einem Expertenrat ausarbeiten. „Wir möchten in einem halben Jahr praktikable Lösungen auf den Tisch legen, um unseren Beitrag zur Rettung des Rettungswesens zu leisten“, formuliert Schäfers die Ziele.

 

Foto: Frank Lütke/Malteser

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